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Ausgrenzung und Unterdrückung gehören zum Alltag in Schule, Familie, Beruf und vielen anderen Lebensbereichen. In dieser Fortbildung laden wir Sie dazu ein, die dahinter stehenden Mechanismen sichtbar zu machen, sich kritisch mit sich selbst, sowie den grundlegenden Wirkungsweisen von Diskriminierung auseinander zu setzen.

Im Video erklärt die Referentin Franziska Blath, worum es in der Fortbildung geht: https://www.youtube.com/watch?v=Ds2ERR0xDcE

Anti-Bias - Eine Querschnittsthema in der Bildungsarbeit

Anti-Bias ist ein Ansatz der anti-diskriminierenden Bildungsarbeit. Er zielt darauf, für das Themenfeld Diskriminierung zu sensibilisieren und die dahinter stehenden Mechanismen auf persönlicher aber auch auf gesellschaftlicher Ebene zu verstehen.

Diskriminierung wird dabei nicht allein auf Grundlage von Vorurteilen Einzelner betrachtet, sondern basiert auf vorherrschenden gesellschaftlichen Bildern, Bewertungen und insbesondere auf der ungleichen Verteilung von Privilegien und Ressourcen. Dieser Zusammenhang reicht in vielen Fällen tief hinein in die institutionellen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen von Alltag und (pädagogischem) Handeln. Ein Schwerpunkt des Anti-Bias-Ansatzes ist, die eigene Machtposition positiv nutzen zu lernen, um Andere zu ermächtigen und so zu einem gleichberechtigten Miteinander zu gelangen.

Besonders im System Schule treffen jedoch zahlreiche Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Ressourcen immer wieder aufeinander. Bei der Vereinbarung aller Interessen ist es nicht immer einfach, jeder Person vorurteilsfrei zu begegnen.

Im angebotenen Seminar arbeiten wir an der Entwicklung eines vorurteilsbewussten Blicks auf alltägliche Prozesse. Gemeinsam versuchen wir, die Mechanismen hinter Diskriminierung sichtbar zu machen, die eigenen Positionen zu reflektieren, die Selbstverständlichkeit eigener Privilegien zu hinterfragen und darauf aufbauend Handlungsmöglichkeiten für das eigene (Arbeits-)Umfeld zu entwickeln. Auf dieser Grundlage ist es möglich, zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Machtposition zu gelangen und im Alltag handlungsfähig zu bleiben oder zu werden.
Wir laden Sie ein, eigenes Handeln kritisch zu reflektieren und gemeinsam praxis- und alltagsnahe Handlungsansätze gegen Diskriminierung und Unterdrückung zu entwickeln.

Organisatorisches

Die Veranstaltung ist als Ergänzungsangebot vom LISA anerkannt. WT-Nr.: 2018-001-12.

Referent*innen: Franziska Blath (Anti-Bias-Trainerin, Bildungsreferentin) und Marcus Stückroth (Fachkraft für Rechtsextremismus-Prävention, Trainer für Friedenspädagogik)

Für wen? Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen (auch in Ausbildung befindlich) aller Schulformen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen

Wann? Freitag, 23. Februar 2018 von 17 bis 20 Uhr und Samstag, 24. Februar 2018 von 9 bis 16.30 Uhr

Wo? August-Bebel-Str. 48a, 06108 Halle (Saale)

Kosten: 10 Euro / 0 Euro (ermäßigt)

Anmeldung: bis 12. Februar 2018 bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese Veranstaltung findet in Kooperation bzw. Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt statt und wird gefördert von der Stadt Halle (Saale), dem Land Sachsen-Anhalt und dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“




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